flat1
ist ein Kunstraum in der Schikanedergasse 2, 1040 Wien, der seit 2009 zeitgleich mit den Galerie-Eröffnungen in der Schleifmühlgasse wechselnde thematische Gruppenausstellungen zeigt. Der Schwerpunkt von flat1 liegt in der Präsentation zeitgenössischer bildender Kunst. Interdisziplinäres in Richtung Musik, Film, Performances bildet ein Zusatzprogramm, das ständig erweitert wird.
Ein Hauptanliegen dieses Kunstraumes ist die Förderung des Austauschs zwischen inter/nationalen KünstlerInnen und das Schaffen von Netzwerken abseits des kommerziell ausgerichteten Galerienbetriebs. Das Programm von flat1 wird von einem Team bildender Künstlerinnen – Sula Zimmerberger, Maria Hanl und Karin Maria Pfeifer – gestaltet, die durch ihre kuratorische Tätigkeit das Spektrum ihres künstlerischen Tuns erweitern.
Diese drei Künstlerinnen sind auch Teil des Netzwerks eop. Auf dieser Projektseite werden Ausstellungen dokumentiert, an denen weitere KünstlerInnen aus eop beteiligt sind.
Und die Rechnung geht an Martin K
Eröffnung:
Dienstag, 22. März 2012, 19h – 22h
flat1
Schikanedergasse 2
1040 Wien
Gruppenausstellung mit Arbeiten von
Rouven Dürr, Robert Gfader, Maria Hanl, Ulrike Königshofer, Johannes Kubin, Marianne Lang, Catherine Ludwig, Karin M. Pfeifer, Kirstin Rogge, Astrid Steinbrecher, Sula Zimmerberger,
Die permanente Krisenberichterstattung der vergangenen Monate rund um Euro und Finanzschulden, um Energiewende und Klimaschutz wirft zentrale Fragen auf: Sind wir tatsächlich jene BürgerInnen, die an der großen globalen Umwälzung unseres Wirtschaftssystems oder an seinem Zusammenbruch teilhaben dürfen/müssen? Einiges deutet darauf hin. Aus ökologischer Sicht etwa dämmert jedem von uns spätestens nach Filmen wie „Plastik Planet“ oder „Kaufen für die Müllhalde“, dass mit den Verhältnissen auf unserem Planeten irgendetwas Entscheidendes aus den Fugen geraten ist. Und was die ökonomische Tangente betrifft: Wenn, wie Konrad Liessmann formuliert, Arbeit und Konsum die zwei zentralen Seiten unserer Existenz sind, scheint auch diese in der praktizierten Form ein unausweichliches Ablaufdatum zu haben.
Wie thematisieren KünstlerInnen diesen Spannungsbogen? In der künstlerischen Praxis werden jedenfalls schon lange alle ökonomischen Verhältnisse (also nicht nur: „Strom – Miete – Gas“) unserer Gesellschaft verhandelt, die zwischen Postsozialismus und Postkapitalismus hin und herpendelt. „Jeder Künstler ist ein Mensch“, etwa war zehn Jahre nach Josef Beuys die lakonische Antwort Martin Kippenbergers auf dessen Aussage “jeder Mensch ist ein Künstler”.
Geöffnet bis 20. April 2012, jeden Do, 18h – 21h
“ephemeral”
Eröffnung:
Dienstag, 15. November 2011, 19h – 22h
flat1
Schikanedergasse 2
1040 Wien
Gruppenausstellung mit Arbeiten von
Conny Habbel, Maria Hanl, Nika Kupyrova, Melanie Nief, Karin M. Pfeifer, Arkadius Pluta, Eva Schlögl und Michael Strasser
Im Jahresthema 2011 skizziert der Offspace “flat1” den Menschen und seine Beziehungen im Zusammenhang mit ihren weltgeschichtlichen und prähistorischen Wurzeln. Wie weit ist das psychische Grundgerüst von frühgeschichtlich erworbenen und später genetisch fixierten Verhaltensweisen und Gefühlen geprägt? Und wieweit kann oder muss man sich davon lösen? Künstlerische Reflexionen über diese Fragen wurden in fünf Themenausstellungen präsentiert. Nach Sammeln, Jagen und Beobachten, Tarnen und Täuschen, Sprechen und die Sprachlosigkeit sowie Selbstdarstellung geht es nun in dieser letzten Ausstellung dieses Jahres um den Begriff “ephemeral” (Vergänglichkeit).
Mit dem grundlegenden Bewusstsein der Vergänglichkeit des Seins geht auch das Vermögen der Erinnerung einher. Im Spannungsfeld zwischen Erinnern und Vergessen geht der Mensch auf sein Sterben und Vergehen zu. Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard schreibt: “Vergessen ist nämlich der rechte Ausdruck für die eigentliche Assimilation, die das, was man erlebt hat, am Resonanzboden absetzt. Deshalb ist die Natur so groß, weil sie es vergessen hat, dass sie ein Chaos war; aber der Gedanke an das Chaos kann zu jeder Zeit wieder auftauchen.”
Schon früheste prähistorische Zeichnungen können auch als künstlerisches Aufbegehren gegen das Vergessen verstanden werden. Und bis in die Gegenwart finden sich zahllose künstlerische Statements, die an das Chaos erinnern – das Chaos, das der Mensch vergessen muss, um für die Zukunft planen zu können.
Artist Punsch:
Donnerstag, 17. November 2011, 19 – 21h
Geöffnet bis 15. Dezember jeden Donnerstag von 18 – 21h
[kɔmunikaˈʦi̯oːn]
Eröffnung:
Dienstag, 28. Juni 2011, 19h – 22h
flat1
Schikanedergasse 2
1040 Wien
Gruppenausstellung mit Arbeiten von
Elisa Andessner, Carla Bobadilla, Stefan Fuchs, Vasilena Gankovska, Andrea Heyer, Elisabeth Schutting, Albin Schutting, Erika Petric, Sarah Pichlkostner, Stefan Wanka
Geöffnet bis 21 Juli 2011, jeden Do, 18h – 21h
Der Offspace flat1 steckt mit seinem thematisch durch konzipierten Jahresprogramm 2011 das weite Gebiet der menschlichen Beziehungen und deren (prä)historischen wie gegenwärtigen Determinanten ab. Nach den Themen collection, observation und deception geht es in der kommenden Ausstellung um den Begriff der “communication”. Wenn es ein weiteres Kennzeichen des modernen kulturellen Menschen im Verhältnis zu seinen urgeschichtlichen Vorfahren gibt, dann jenes, sich durch Sprache verständlich zu machen. Der Kommunikation als Basis der Kultur steht demnach folgerichtig auch Sprachlosigkeit als Antikultur gegenüber.
Paul Watzlawicks These, dass der Mensch nicht nicht kommunizieren könne, also in allem was er tut, Mitteilungssignale seinen Mitmenschen aussendet, steht auf einer anderen Ebene das Nicht Verstehen zwischen den Geschlechtern, zwischen Nationen oder Religionen gegenüber. Denn wer kommuniziert, muss nicht unbedingt verstanden werden. Gerade der Mensch als Beziehungswesen – steht regelmäßig vor dem Scheitern seiner kommunikativen Bemühungen, darüber können die immer vielfältiger werdener Tools die eigenen Befindlichkeiten zu artikulieren, von sms bis facebook, nicht hinwegtäuschen. Die daraus entstehende Leere wird verständlich, wenn man das Postulat der kommunikativen Erfolgsorientierung als Basis des Menschseins heranzieht – denn dann ist ein kommunikatives Scheitern nichts weniger als ein menschliches Scheitern insgesamt.
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x-filed
Gruppenausstellung mit Arbeiten von
thomas bonfert, adam fitz, karin hatwagner, thomas kröswang, andrea maria krenn, david ölz, franz riedl, gerald zahn
von 13. 1. 2011 bis 19. 2. 2011
jeden donnerstag 18 – 21 uhr
Gerald Zahn, Good Boy
Im Rahmen des Jahresthemas 2011, das sich mit der künstlerischen Charakterisierung des modernen Menschen im Zusammenhang mit seinen prähistorischen Wurzeln beschäftigt, beginnt der Kunstraum mit einer Ausstellung zum Themengebiet “Sammeln”.