Der eop-Jour fixe

Zeit zum Ideen und Projekte Diskutieren, zum Probleme Besprechen, Zeit für inhaltliche Diskussionen, Fragen, Rat holen, Relaxen, Tratschen, Lachen…

Der nächste eop-Jour fixe ist Montag, 4. Juni 2012, um 18:00 Uhr Café Resselpark, Wiedner Hauptstr.1 Ausgang U1/U4 vor der Evangelischen Schule, Tel. 505 56 28

Schwerpunktthema: “Strategien”

Frühere eop-Jour fixes:

Freitag, 4. Mai 2012, 18:00

Schwerpunktthema: “Förderungsmöglichkeiten und Anträge”

Bericht folgt

Freitag, 30. März 2012

Schwerpunktthema “Fragen”

Der Abend war sehr spannend! So spannend, dass Helga Köcher aufs Fotografieren vergaß und deshalb die inspirierte Runde von 14 Frauen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichsten Bereichen nicht optisch festgehalten ist….

Nein, “Emergence of Projects” ist kein Frauennetzwerk, sondern ein in jeder Weise gemischtes. Aber rätselhafter Weise finden die Männer aus diesem Netzwerk zunehmend keine Zeit für Austausch und intellektuelle wie praktische wie politische Diskussionen. Woran das liegen mag?

Das war eine der Fragen, die bei diesem produktiven Zusammensein mit Schwerpunkt “Fragen” gestellt wurde. Dieser Fokus wurde deshalb gesetzt, weil “Fragen” zunehmend “uncool” geworden ist, was sich als Entwicklungs- und Karrierebremse erweist. Denn wer nicht fragt, vergibt sich viele Möglichkeiten zu lernen. In einem Radiokolleg wurde kürzlich von einem Experiment von Gehirnforschern berichtet, das nachwies: Mit Geldbegriffen codierte Versuchspersonen fragen signifikant weniger, auch in ausweglosen Situationen. Hier dürfte der Schlüssel dazu liegen, dass das Fragen abgekommen ist.

Passenderweise hatte sich gerade zum Jour fixe mit diesem Motto überraschend die Radioredakteurin Alexandra Gruber angekündigt, die zu “Emergence of Projects (eop)” am 30. April einen Beitrag auf Radio Augustin 94.0 machen wird. Sie hat die Gespräche des Abends für die Sendung aufgenommen und wird auch noch Interviews machen.

Nach einem kurzen Überblick über eop und das aktuelle Projekt “Radikal Neues” bat Helga Köcher die Anwesenden sich und ihre Arbeit kurz vorzustellen und eine Frage an das Netzwerk eop zu richten.

Einige “leichtere” Fragen konnten gleich beantwortet werden:

Die Sounddesignerin, Lautpoetin, DJ, Electronic Music Producerin und Performerin Mia Legenstein schlug vor: “Wir sollten doch bald wieder etwas gemeinsam machen – oder nicht?”“Ja, wir werden wieder eine eopictureNight10+5 planen”

Die Kunstvermittlerin mit audiovisuellen Medien Elise Penzias fragte: “Wollen wir nicht vom Café Museum ins Café Heumarkt als Treff wechseln?”“Könnten wir nächsten Herbst machen. In der schönen Jahreszeit jetzt wechseln wir wieder ins Café Resselpark, wo man im Garten sitzen kann”

Die Kunstjournalistin Eva Pakisch wollte wissen:
“Was ist das nächste Programm im Avantgardeprojekt?”“Zwei Archivgespräche: Fr., 27. April, 15:00 Uhr, Archivgespräch in der Medienwerkstatt Wien, Do., 10. Mai, 16:00 Uhr, Archivgespräch in der Cindy Shermann-Ausstellung in der Vertikalen Galerie der Sammlung Verbund.”

Die Soziologin Gina Webhofer bat um einen Update:
“Was passiert gerade im Netzwerk? Welche Leute sind gerade aktiv, welche Projekte gibt es?”

“Sehr viel Energie ist gerade im Projekt Radikal Neues, das Helga Köcher, Christiane Spatt, Kristina Mensch und Claudia Mongini entwickeln, sowie in der Infrastrukturgruppe EOPAGIS, die von Petra Nickel, Ludwig Bekic und Isabella Oswald neu gestartet worden ist. Gewünscht ist, dass möglichst viele bis alle Leute aus dem Netzwerk daran mitarbeiten.”
“Enge Verbindung entsteht zwischen der feministischen Hackergruppe Miss Baltazar, die Stefanie Wuschitz betreibt und Emergence of Projects: Die Reading Group in Miss Baltazar wird von Claudia Mongini und Katharina Jesberger getragen und Ilse Chlan und Nathalie Deewan aus eop nehmen ebenfalls daran teil. Romana Hagyo hat einen Workshop zu partizipativen Kunstprojekten in Miss Baltazar gegeben und am Mi., den 18. April gibt Helga Köcher dort einen Workshop zu Zeitmanagement. Weiters gibt es große Projekte von Gertrude Moser-Wagner und Claudia Mongini und weitere kleine.”

Von der Cyber-Künstlerin und Fotografin Synusia Casaluce Geiger kamen nicht nur große Fragen
“Was ist Kunst heute? Was passiert in unserer Gesellschaft? Revolution der 60er-Jahre?”, sondern auch ein leidenschaftlicher Appell zur Erneuerung. Die Situation sei eine paradoxe und beinhalte auch das Potential zur Veränderung. Sie sei eine Möglichkeit, die wir nutzen könnten.

„Paradox“ war das Stichwort für Helga Köcher. Sie erzählte von der Gastvorlesung von Sighard Neckel im NIG. Brillant habe er zu „Refeudalisierung – Aktualität und Systematik eines Begriffs der Habermas’schen Gesellschaftsanalyse” gesprochen und die „paradoxe Selbstwidersprüchlichkeit“ des kapitalistischen Systems herausgearbeitet.

Elise Penzias war vom Bazon Brock-Vortrag begeistert, den Karl-Heinz Ströhle in der Universität für Angewandte Kunst organisiert hatte. Brock habe die Meinung vertreten, der Kunstmarkt habe sich in etwas Abgründiges verwandelt. Er experimentiert mit neuen Settings wie z.B. der Denkerei mit dem Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg. Monatlich finden Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Gesellschaft statt. “Einen geistigen Nährboden zu haben sei so wichtig. Das bringe die Welt zum Leuchten.“ waren sich die Anwesenden mit Elise Penzias einig.


Die bildende Künstlerin Akelei Sell hatte gefragt “Warum sind heute nur Frauen da?” Es wurde vermutet, dass Männer sich zunehmend zu wichtig nehmen, als dass sie an Austauschprozessen wie die eop-Treffen teilnehmen. Das sei eine neue und bedauerliche Entwicklung, die sie auch im Avantgardeforschungsnetzwerk beobachte, betonte Helga Köcher.

Auf die Frage der Radioredakteurin Alexandra Gruber: “Wie organisiert sich eop selber?” meinte Helga Köcher, dass sehr wohl viel Ideen, Anregung, Austausch und Energie im Netzwerk bestehe, die häufig zur Selbstorganisation von verschiedenartigsten Projekten führe. Allerdings würden die Möglichkeiten des Netzwerks zu wenig ausgeschöpft. Es sei viel mehr Wissen da als genutzt werde. Vielfach herrsche die Mentalität vor, Netzwerke wie eop als “Steinbruch” zu sehen, von dem man sich schnell was holt, was man gerade brauchen kann, statt als “Baustelle”, an der man kontinuierlich arbeitet und durch die Offenlegung seiner Bedürfnisse

Die Galeristin Cora Hölzl fragte: “Wie kann ich mich einbringen? Wie können wir besser zusammenarbeiten?”

Das passte zu den Fragen der Filmschaffenden, Schauspielerin und Logopädin Petra Nickel: “Wie kann der Abend für die Infrastrukturgruppe EOPAGIS etwas bringen, damit das Netzwerk mehr zum Laufen kommt?” sowie der Historikerin und Kulturvermittlerin Isabella Oswald “Wie viel Interesse besteht innerhalb von eop an Austausch zu EOPAGIS?


Grundsätzlicher formulierte es noch die bildende Künstlerin Christiane Spatt: “Was mobilisiert Menschen in einem Netzwerk und motiviert sie zu engagieren?”

Gina Webhofer darauf: “Die Menschen werden von ihrem Beruf so vereinnahmt, dass sie nichts mehr darüber hinaus tun können”

Zur Frage der Kunst- und Kulturjournalistin Marina Richter: “Wie kann man jetzt wieder zu Geld kommen?” entwickelte sich eine rege Diskussion, die atmosphärisch auch die Frage der Literaturwissenschaftlerin, Assistentin am Institut für Germanistik und Tänzerin Rebecca Schönsee traf: “Wann tanzen wir wieder im Labyrinth?”

Aus der Diskussion:
Arbeitsrechte werden beschnitten. Mindeststandards werden nicht eingehalten. Die Leute haben nicht mehr den Mut zu fordern.
Die Situation von Einpersonenfirmen ist extrem. Dazu kommt der Druck der SVA
Problem PraktikantInnen:
Häufig werden Praktikantinnen kaum eingeschult, sondern werden als billige Arbeitskräfte ausgenützt. Niemand hat Zeit für sie. Sie bekommen keine Möglichkeit, komplexe Arbeitsvorgänge zu lernen.
Solche „PraktikantInnenverträge“ sind klassische Umgehungsverträge.
Bei Praktikantinnen fehlt weitgehend das Problembewusstsein dafür, sie lassen sich freiwillig ausnützen in der Hoffnung, dann einen Job zu bekommen – was sich zumeist nicht erfüllt.
Akademikerinnen hüpfen von einem Praktikum zum anderen.
Bei Akademikerinnen ist das sehr schwer. Sie wissen nichts über Arbeitsrecht. Sie sind nicht so sozialisiert wie Lehrlinge
Generell gibt es viele Geheimnisse. Niemand spricht über sein Gehalt.
Das ist alles Macht, die dann nach oben geht.
Wir haben im kleinen Team die Erfahrung gemacht: Wenn wir nicht zusammenhalten, fährt die Geschäftsführung über uns drüber. Die Geschäftsführung wandte eine Strategie des Teilens an….
Möglichkeiten der Bedeutungssteigerung durch Koordinierung und Vernetzung werden kaum wahrgenommen. Das kulturelle intellektuelle Feld hat keine Bedeutung, weil es sich nicht selbst ermächtigt.
Nach oben kommt, wer keine moralischen Bedenken hat. Die Politik zeigt es.
Wo sich Widerstand bildet, wird eingeschüchtert, zerstört.
Aktion gegen Vorratsdatenspeicherung.

Petra Nickel betonte die Wichtigkeit, “Emergence of Projects” langfristig als Baustelle zu begreifen. Nachdem wir “gesudert haben”, müssten wir versuchen, mögliche konkrete Schritte auszumachen. Ein erster Schritt sei jedenfalls das WIR-Gefühl. Sie lädt zum nächsten Treffen der Infrastrukturgruppe EOPAGIS am Freitag, den 20.4., 19:00 – 21:30 im Cafe Heumarkt, Am Heumarkt 15, 1030 Wien ein.

Im informellen Teil erzählen Mia Legenstein und Marina Richter dann noch von ihren persönlichen sehr spannenden Projekten in Statu nascendi

Und beim Anziehen entdeckte Helga Köcher, dass sie vergessen hatte zu fotografieren. Und nahm schnell noch die vier letzten aus der fröhlichen Runde auf:

Mittwoch, 7. März 2012

Wien-Woche

Zunächst wurde die Ausschreibung „Wienwoche“ diskutiert. Das Ausschreibungskonzept wird als problematisch betrachtet. Es ist unklar, wie die Gruppen aus den erfolgreichen EinreicherInnen zustande kommen sollen, die dann die Projekte realisieren. Deshalb ist auch keine gemeinsame Einreichung einer größeren Gruppe aus eop zustande gekommen. Eventuell werden zwei Zweiergruppen einreichen.
Stichworte aus der Diskussion:
„Wenn die Idee in eine Gruppe eingebracht wird, ist die Idee weg“
„Das kann aber auch interessant sein“
„Das braucht aber Zeit und Begleitung“
„Die Grundlage von Tätigkeit ja mit Idee zu tun“
„Die Ausschreibung ist personenbezogen. Die Erfahrungen der einreichenden Personen sind gefragt“
„Was soll dann entstehen? Wer gibt das Projekt vor? Läuft das auf die Art: Schau mal, wer da einreicht. Und dann mach ma was draus?“
„Vielleicht ist es einfach nur ungeschickt formuliert“
„Die drei Schwerpunkte geben sicher eine Orientierung“
„Sozusagen eine Vorformierung“

Radikal Neues

Kristina Mensch berichtete dann über den aktuelle Stand des Projekts Radikal Neues: Ein interdisziplinäres Projektpaar hatte ein erstes Treffen und überlegt, ob es gemeinsam arbeiten kann. Zwei Einreicherinnen haben Kontakt zu den die vom Projektteam gefundenen möglichen Partnerinnen aufgenommen. Weitere Kontakte wurden angefragt.

Interdisziplinäre Calls

Helga Köcher arbeitete das Spezifische an der geplanten Projektreihe „Radikal Neues“ heraus.
Diskussion über die anderen gegenwärtig promoteten und geförderten Modelle von Interdisziplinärer Arbeit:

PEEK, ein Programm des FWF (entsprechend dem nunmehrigen Universitätsstatus der Kunsthochschulen) zur Erforschung und Erschließung der Künster, das vor allem die Universität für Angewandte Kunst nützt.

Art(s) & Sciences – WWTF – hauptsächlich Artistic Research innerhalb von Universitätsinstituten und anderen Forschungsinstituten bzw. – firmen
Der letzte Call in diesem Programm war 2009. Auf der WWTF-Homepage sind die sechs zur Förderung ausgewählten Projektanträge ersichtlich. 2010 und 2011 gab es im Schwerpunkt Geistes- Sozial- und Kulturwissenschaften statt „Art(s) & Sciences“ jeweils Calls zum Thema „Diversity – Identität“ und dieses Jahr bis jetzt keinen
WWTF hat auch Programme „Science for Creative Industries“ und weitere Schwerpunkte.
2012 gibt es anscheinend nur Ausschreibungen für Life Science und Vienna Research Group for young Investigators Sowie IKT (in Begutachtung)

Das IFK schreibt jährlich eine interdisziplinäre IFK-Akademie für JungforscherInnen aus, dieses Jahr zum Thema Das Experiment in Wissenschaft und Künsten

Vorstellrunde

Katharina Jesberger, Assistentin für Kunstgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst ist über das Avantgardeforschungsnetzwerk ViennAvant zu Emergence of Projects gekommen. Fokus ihrer Forschung ist Videokunst, im besonderen Nam June Paik. Sie hat davor Italianistik studiert und mit italienischem Kindertheater gearbeitet.

Michela Vignoli ist erstmals bei einem Treffen von Emergence of Projects. Sie kam aus der Schweiz nach Wien, um Keltologie zu studieren, ein Studienzweig, der hier in Wien sehr interdisziplinär angelegt war mit Archäologie, Kulturwissenschaft, Alte Geschichte, Sprachwissenschaft. Ihre Diplomarbeit hat sie zu einer Kulturtheorie eiszeitlicher Kelten geschrieben. Jetzt arbeitet sie im AIT in der Koordination eines EU-Projekts zu Langzeiterhaltung von Daten.

Peter Fleissner, Kybernetiker, legt ein Plädoyer für Transdisziplinarität ab und betont gleichzeitig, wie diese in der Wissenschaft schwierig, in der Politik überhaupt unmöglich sei. Aktuell ist er in einer Gruppe für Steuergerechtigkeit aktiv.

Gue Schmidt, der in vielerlei Bereichen und Settings arbeitet, aber meist als „Medienkünstler“ bezeichnet wird, betont, wie wichtig es sei, über Kategorisierungen hinwegzukommen.
Er betreibt den Ausstellungsraum MAG 3 – Transfer. Aktuell ist dort eine komplexe Zusammenschau des langjährigen Projekts von ihm zu Transferalität zu sehen im Anschluss an die Ausstellung in Bogota. Fokus ist sowohl die Problematik der Globalisierung als auch

Mizzi Schnyder, die viel in Projekten im öffentlichen Raum tätig ist, arbeitet nun nach Abschluss ihres Kunststudiums an der Akademie für Bildende Kunste an ihrer Dissertation zu Evaluierungsmechanismen am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien.

Eva Amann ist ebenfalls neu in Emergence of Projects. Sie hat ebenfalls Kunstgeschichte studiert, arbeitet als Künstlerin in Filmprojekten, Malerei und Teilzeit bei K.Ö.R in der Projektkoordination

Elise Penzias dagegen bezeichnet sich als Emergence or Projects-Urgestein. Nach langer Tätigkeit im ORF als Radiojournalistin ist nun museale Vermittlungsarbeit mit Audioguides ihr Tätigkeitsfeld.

Nathalie Deewan hat durch Emergence of Projects-Vermittlung in Martin Tiefenthaler einen Kooperationspartner gefunden, mit dem sie ihr Schriftprojekt erfolgreich realisieren konnte. Neben dieser kulturwissenschaftlichen Tätigkeit führt sie ein Ethno-Lokal. Die intensive Diskussion kürzlich auf der Mailingliste hat ihr sehr getaugt, sagt sie.

Kristina Mensch ist nach ihrem Studium der Soziologie zum Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie nach Wien gekommen und arbeitet im Team des Emergence of Projects-Projekts Radikal Neues

Ludwig Bekic war bis 2009 Musiker. Seither macht er Websites und ist der Webmaster von Emergence of Projects und auch von dem damit verbundenen Avantgardeforschungsnetzwerk ViennAvant.

Isabella Oswald ist Kulturwissenschaftlerin, arbeitet in der Wirtschaft und Kooperation zwischen Kultur und Wirtschaft ist ihr ein Anliegen. Sie hat sich in die Infrastrukturgruppe EOPAGIS von Emergence of Projects eingeklinkt.

Ilse Chlan, nach ihrem Studium Literaturwissenschaft und Philosophie Bildende Künstlerin, ist viele Jahre und sehr aktiv im Netzwerk Emergence of Projects tätig und hat auch einige kollaborative Projekte in verschiedenen Medien realisiert.

Petra Nickel, ebenfalls schon sehr lang in Emergence of Projects, arbeitet in den Bereichen Logopädie, Schauspiel, Film

Helga Köcher betonte, dass sie das Netzwerk Emergence of Projects nicht bloß organisiert, sondern als Künstlerin im Verständnis der Sozialen Skulptur betreibt. Weiters ist es für sie auch ein wissenschaftliches Projekt. Mit der Methode der Aktionsforschung geht es in dem Netzwerk darum, zu verstehen, wie sich horizontale Strukturen bilden können. Drittens ist Emergence of Projects auch für sie eine gesellschaftspolitische Intervention.

Infrastrukturgruppe EOPAGIS

Petra Nickel, Isabella Oswald und Ludwig Bekic haben die Arbeit an dieser Infrastrukturgruppe wieder aufgenommen. Anstoß dazu war der eop-Open Space im November mit einer Gruppe zu „Teilen, Tauschen, Schenken – Kapital Erkennen, Nutzen, Potenzieren, die sich für „Sharing“ über die Mailingliste ausgesprochen hatte.

Jedes Treffen der EOPAGIS-Gruppe steht unter einem Schwerpunkt. Zunächst wurden die Tools gesammelt, die es in eop schon gibt: die Website, die Mailingliste, der Jour fixe, die eopictureNight10+5, der Open Space… In diesen offenen Settings finden sich Qualitätskriterien.

Alle sind eingeladen, an dieser Strukturarbeit teilzunehmen. Es geht darum, Beziehungen zu verbessern, Methoden zu verbessern und die vorhandenen Ressourcen zu nützen. Alles, was zu mehr Vertrauen und mehr Kraft führen kann, soll gesammelt werden. Begonnen wird mit Wissensmanagement. Was funktioniert? Was braucht es noch? Wie könnte man die noch fehlenden Möglichkeiten dazu bringen?

In einem offenen Prozess soll geklärt werden: Was sind die Spielregeln? Was sind die Werte? Die Arbeitsgruppe will Erfahrungen sammeln darüber: Wo steigt man aus? Was hindert wen? Die Protokolle sind interaktiv geplant.

Nächstes Treffen von EOPAGIS:
22 März, 19:30 Café Heumarkt

Feedback aus der Gruppe:
„Was kann ich für das Entstehen von Projekten tun?“
„Was kann ich für den Nächsten tun?“

Diskussion Privat – Öffentlich

Gue Schmidt stellte fest „Die 68er haben die Differenz nicht wirklich thematisiert.“
Katharina Jesberger „Die Differenz wurde festgestellt, aber sie wurde angeklagt“
Gue Schmidt:„Jetzt haben wir eine Hochspezialisierung. Die Menschen werden in Konkurrenzsituation gehetzt. Es ist eine Rückkehr zum Paradigma von Hobbes: „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“. Alles dient dem Privateigentum.“

Helga Köcher thematisierte den mangelnden Widerstand der marginalisierten Gruppen, zu denen ja heute auch vor allem die Kunst- und Kulturschaffenden und Forschenden gehören, mit dem Beispiel von Hans Magnus Enzensbergers Gedicht Verteidigung der Wölfe aus 1962.
Mizzi Schnyder sprach über Hannah Arendts Vita Activa
Durch die Lohnabhängigkeit seien die Kategorien öffentlich und privat aufgelöst, postuliert Hannah Arendt in diesem Werk. Die Attische Demokratie schildert sie als Idealzustand.
Literaturhinweis dazu

Stichworte aus der weiteren Diskussion:
„Beispiel Facebook: Privates wird intensiv und fast exhibitionistisch öffentlich diskutiert, öffentliche Probleme dagegen, die alle betreffen, kaum. Warum ist das so?“
„Dahinter steht Angst, inkompetent zu sein, wenn ich nicht weiß, in welchem Rahmen ich spreche. Bei privaten Themen dagegen, da bin ich kompetent.“
„Größere Verbindlichkeit ist nötig“.
„Wenn man darin nicht geübt ist, verliert man die Praxis der Entscheidungsfindung. Man denkt sich, man weiß zu wenig.“
„Man muss Vertrauen in das Kollektiv haben“
„ Das ist dann auch das Hintertürchen“
„Wieso funktioniert Wikipedia?“
„Wird hinter den Kulissen verhandelt“
„Das ist ein sehr einseitiges Wissen. Amerikanisch dominiertes Wissen. Sehr männlich dominiert.
Der Fall des MAK-Katalogs zu Walter Pichler wird kommentiert mit dem aus Wikipedia abgeschriebenen falschen Datum seines Studienabschlusses. „Künstlermythen werden da produziert.“
„Warum überlassen wir die Dinge immer den anderen?“
„Wie lernen die Lämmer in Rudeln zu gehen?“
„Riesige Anmeldungsflut zur Veranstaltung zu „Gemeinwohlökonomie“. Die Kinder werden kritisch.“
„ Das ist eine Minderheit.. Die ökonomische Voraussetzung fehlt“
„Kultur ist kein fixes, sie wird verhandelt.
Wir haben hier auch einen sehr elitären Kulturbegriff.
„Kultur ist das, was über Zivilisation hinausgeht.“
„Blockbusterausstellungen finanzieren Nischenausstellungen
„Museen sind zum Wirtschaftfaktor verkommen. Die Produktionskosten sind immer höher“
„Ziel muss sein, die Diskursmacht wieder zurückgewinnen.“
Die Konkurrenzideologie der EU wird als Problem gesehen.
„Konkurrenz wird als Waffe gegen die „Lämmer“ verwendet.“

Montag, 6.Februar 2012

Der eop-Jour fixe wurde kurzfristig wegen Urlaubssperre im Café Resselpark ins Café Museum verlegt, das sich als sehr gemütlicher Ort für unser Treffen herausstellte. Nachdem zwei neue Frauen gekommen waren, gab Helga Köcher zunächst einen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Arbeit im Netzwerk:

Interdisziplinäre Arbeit
Eop ist entsprechend seinem Konzept in seiner Zusammensetzung ein sehr heteroges Netzwerk. In den Anfangsjahren gab es jedoch neben wenigen VertreterInnen vieler verschiedener Disziplinen einen deutlichen Überhang von Bildenden KünstlerInnen. Dann kam eine Phase, in der sich eine ganze Reihe von MusikerInnen in eop eingeklinkt haben. In letzter Zeit kommen immer mehr KulturwissenschaftlerInnen der verschiedensten Richtungen dazu. Der Fokus der Aktivitäten hat sich daher zu interdisziplinärer Arbeit hin verlagert.

Aktuell gibt es eine Projektreihe „Radikal Neues“ und ein Projektteam – Christiane Spatt, Kristina Mensch, Claudia Mongini und Helga Köcher – arbeiten an der Organisation und Realisierung.


Eop als politischer Akteur
Eop versteht sich schon durch seine heterogene Zusammensetzung und den dadurch entstehenden disziplinen- und generationenübergreifenden Austausch als strukturbildend und in diesem Sinn politisch. Diskussionen auf der Mailingliste wie kürzlich die intensive Debatte zur Frage des strukturellen Antisemitismus fördern den Diskurs.

Projekte auf der Homepage wie die Blacklist für Chuzpe-Ausschreibungen oder das begonnene Projekt Praktikum sind Teil einer sich formierenden Initiative von eop, für Werte wie Bildung, Kultur, Kunst, Wissenschaft, Denken und Verantwortung einen zentralen Platz in der Gesellschaft einzufordern.

Community-Building
Um politisch wirksam werden zu können ist Community-Building wichtig. Die Initiative „Share” – die Mailingliste für Angebote und Nachfragen, für “Teilen, Tauschen, Schenken” zu nützen – ist noch nicht wirklich in Gang gekommen.

Webmaster Ludwig Bekic plant EOPAGIS – die eop Arbeitsgruppe Infrastruktur – wieder zu aktivieren. Tools wie der Jour Fixe oder die eopictureNight10+5 sind schon wichtige Ansätze.

Dann erzählten die Anwesenden in der Vorstellrunde von ihren aktuellen Schwerpunkten und dem, was ihnen in eop wichtig ist:

Elise Penzias ist schon sehr lange in eop und hat an mehreren eop-Projekten teilgenommen. Nach Jahren als Radiojournalistin im ORF hat sie den ecm-Lehrgang gemacht und beschäftigt sich mit Kunstvermittlung und Sprache, vor allem in Form von Audio Guides.

Auch Rebecca Schönsee ist seit vielen Jahren im Netzwerk aktiv. Für sie als Kultur- und Geisteswissenschaftlerin gehören ihre beiden Schwerpunkte zusammen: Tanz + Text = Wissenschaft. Der Tanz befördert das Nachdenken über eigene Forschungsweisen

Die gebürtige Italienerin Synusia Casaluce beschäftigt sich mit Cyber Art und der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Sie hat kürzlich auch ein Fotobuch herausgebracht und arbeitet für eine italienische Kunstzeitschrift.

Ludwig Bekic ist der Webmaster von eop: Er war ursprünglich Musiker und als er 1999 einen Computer bekam, um elektronischen Krach zu machen, hat er sich der IT-Welt zugewandt und den Kulturbetrieb, den er ätzend fand, verlassen. Soziale Kunst findet er viel spannender. Er hat Freude daran, Leute zusammenzubringen und Ideen zu materialisieren und möchte in eop diese Lust teilen Er plant, die eop Infrastrukturgruppe EOPAGIS wieder neu zu starten. Es soll darin gehen um Reagieren auf Veränderung, Qualitätsfrage vs Offenheit, ausführliche Diskussion. Netzwerken ist für ihn eine Kulturtechnik

Kristina Mensch kommt – wie viele TeilnehmerInnen des eop-Netzwerks – aus Deutschland und macht nach ihrem Bak in Soziologie nun in Wien ein Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie. Wissenschaftstheorie interessiert sie besonders. Sie ist nun im eop-Projektteam „Radikal Neues“.

Katharina Heinrich ist zum ersten Mal bei eop. Sie hat bei Gironcoli Bildhauerei studiert. Seit 1993 ist sie freischaffende Künstlerin, hat auch einen Lehrauftrag an der Angewandten. Sie arbeitet mit Video und Installationen, ihr Thema ist das Geflecht. Dementsprechend interessiert sie an eop der Austausch über Themen

Ebenfalls neu ist die Politikwissenschaftlerin Lauretta Konradi, die im Kinderdorfprojekt Schickt uns nach Lissabon des NGO Social Art Forms engagiert ist. Ihr Interesse an der Schnittstelle von Kommunikation und Politik fokussiert besonders darauf, wie Ideen dargestellt werden

Isabella Oswald, deren Kompetenzen Geschichte und Kulturvermittlung sind, ist es ein Anliegen, Wirtschaft und Kultur zusammenzubringen

Alexander Tschernek, Schauspieler, ORF Sprecher, dessen wichtiger Schwerpunkt Philosophie ist, denkt noch immer an die konzentrierten Treffen der Anfangsphase von eop bei Essl. Neben seinem Lebensmittelpunkt Wien ist er auch in Basel mit wesentlichen Aktivitäten verortet. Er erzählt von dem von Stefan Brotbeck gegründeten philosophicum Basel. Im März wird er dort seine Lesungsreihe „4×4 Philosophie pur“ fortsetzen.

Auch die Bildende und Konzept-Künstlerin Katharina Razumovsky ist in Philosophie verankert: Sie promovierte zu Hölderlin „Die ästhetische Rettung der Seinsgewissheit“. Eop bedeutet für sie Inspirieren und sich Inspirieren lassen

Katharina Razumovsky stellte die Wienwoche-Ausschreibung der Grünen mit den Schwerpunkten „agieren“, „geschichte neu schreiben“ und „raum umverteilen“ zur Diskussion. Sie möchte gern einreichen, eventuell mit einer Gruppe aus eop gemeinsam.

Helga Köcher fand das eine gute Idee. Sie hat zwar keine zeitliche Kapazität, sich aktiv zu beteiligen, aber würde den eop-Kontext mit der im Call geforderten Erfahrung in „kollektiven Praxen“ einbringen. Sie meinte, dass eine Einreichung nur erfolgreich sein könne, wenn sie MigrantInnen einbindet und bietet Kontakte zu muslimischen Community und zur afrikanischen Community an.

Außer Katharina Razumovsky deponierten Katharina Heinrich, Isabella Oswald, Ludwig Bekic, Elise Penzias und Lauretta Konradi ihr Interesse. Helga Köcher wird den Link zur Ausschreibung allen InteressentInnen schicken.

Sylvia Wendrock schätzt an eop Inspiration und konstruktives Miteinander. Sie dissertiert im Bereich Philosophie an der Musikuni zu „Identitätskonstruktion in künstlerischem Schaffen am Beispiel elektroakustischer Musik Lateinamerikas“. Stichworte dazu sind Kategorienbildung, Postcolonial Studies, Eurozentrismus. Die Neufindung von Identitätskonstruktionen jenseits ethnischer Codierungen interessiert sie.
Es entstand eine intensive Diskussion zur Postcolonial-Thematik und Fragen von Orten und Codierung.

Ortwin Rosner erzählte von seinem Romanprojekt zur Umdeutung der Nacht. Es geht ihm um eine Metapher für den Bereich des nicht Fassbaren, der außerhalb der menschlichen Begriffe liegt. Was heißt es, jemanden wirklich zu verstehen? Was ist Normalität? Was ist Wahnsinn? Was heißt es, aus dem Normalverständnis ausgeschlossen zu sein.

„Genau da setzten auch die Identitätsfragen an“, nahm Sylvia Wendrock den Faden auf. Und Kristina Mensch zitierte eine Untersuchung aus ihrem Bereich, nach der in 75 % aller untersuchten Gesellschaften das Außergewöhnliche als „normal“ akzeptiert ist, ja oft besonders geschätzt. Nur in der westlichen Gesellschaft wird es als pathologisch betrachtet.

Montag, 9.Jänner 2012

Der erste Jour fixe in diesem Jahr sollte der Geburtstagsfeier von eop gewidmet sein, das am 17. Jänner 2003 startete. Die Vorstellrunde der 16 TeilnehmerInnen des Treffens gestaltete sich jedoch so intensiv und mäanderte immer wieder in inhaltliche Diskussionen aus. Das Feiern beschränkte sich also auf dieses sehr kommunikative und inspirierte Zusammensein – was ja dem Sinn von eop entspricht.

Zunächst erzählte Gertrude Moser-Wagner von ihrem Projekt „nisten ziehen irren“ im Rahmen der Regionale Steiermark. Derzeit bearbeitet sie ihre Interviews zu „Gesichtsfeld“ in Graz, in dem die Thematik „Wort und Bild heute“ mit den Schriftstellern Alfred Kolleritsch, Graz und Nanni Balestrini, Mailand behandelt wird.

Claudia Mongini berichtete vom Mentoring-Projekt mit Gertrude, das die beiden im Rahmen der Ausschreibung des BMUKK nun abgeschlossen haben. Es ging dabei – und geht ihr weiterhin – um Transdisziplinarität zwischen Wissenschaft – Bildender Kunst – Theorie. Und sie plant auch ein Projekt zusammen mit Gertrude – eine Ausstellung in Prag und eine Konferenz in Wien. Transdisziplinarität ist für sie ein dynamischer Begriff, Diskurs verbunden mit Praxis, Theorie in einer konzeptuellen Ebene. Was heißt es, sich in die Mitte zu setzen von Disziplinen? Dazu wurde eine Weile diskutiert.

Helga Köcher bekräftigte ihr Verständnis von eop als transdisziplinärem Projekt und gab einen kleinen Rückblick auf die bisherige Arbeit von eop in diesem Feld. In den Anfängen von eop habe es auch den Call TRAFO des BMWF für transdisziplinäres Forschen gegeben. Diese Schiene ist inzwischen eingestellt. Aktivitäten auf diesem Gebiet gebe es in der Schweiz mit der Schweizerischen Akademie der Wissenschaften und ihrer td-Monatsinfo.

Kristina Mensch setzte fort. Nachdem sie in Würzburg Soziologie und Spanisch studiert hat, absolviert sie nun in Wien ein Master Studium Kultur und Sozialanthropologie
Über eine Philosophie-Runde kam sie zu eop, hat Assistenz für Gertrudes Projekt „In Gesellschaft für Gesellschaft“ gemacht und ist nun auch im Organisationsteam für „Radikal Neues“

Cora Hölzl, die 26 Jahre eine Galerie in Düsseldorf betrieben hat und jetzt noch ein Atelier dort hat, gab einen Einblick in die Änderungen im Kunstmarkt. Klassische Galerien könnten nicht mehr davon leben. Kunsthandel sei notwendig. Konzeptkunst sei nicht verkäuflich

Hier knüpfte wieder Gertrude Moser-Wagner an und berichtete von einer von ihr getätigten Umfrage zum Experiment in der Wissenschaft und zum Experiment in der Kunst. Sie habe großes Interesse bei GrundlagenwissenschaftlerInnen geortet. Allerdings erwarten Wissenschaftler von Kunst häufig „Illustration“, damit „Wissenschaft leichter verständlich werde“, was bei einer interdisziplinären Tagung der OEAW, zu der sie eingeladen war, deutlich wurde.

Mizzi Schnyder, die mit Installation, Performance und Kunst im öffentlichen Raum arbeitet, hat nun ihr Doktoratsstudium in Kunstgeschichte an der Uni Wien begonnen. Sie sondiert auch gegenwärtig die Möglichkeit einer Kooperation im Projekt Radikal Neues mit Flo Ledermann

Flo Ledermann stellte sich als Informatiker und Kartograph vor. Er umriss kurz eine Interessensbekundung für ein Projekt im Rahmen von „Radikal Neues“. Bei „Mapping“ gehe es darum, einen kartographischen Raum zu strukturieren abseits von Straßen und Grenzen, eine Kartographie der solidarischen Ökonomie. Aber es sei schwierig, die Frage so zuzuspitzen, dass wirklich interdisziplinäres Arbeiten möglich ist und beide Partner sich adäquat einbringen könnten. Eine wissenschaftliche Frage ist keine künstlerische Frage. Die von eop angebotene Begleitung sei jedenfalls notwendig.

Claudia Mongini hakte hier ein und bot spontan eine derartige begriffliche Begleitung an. Auf der Metaebene fände sie diese Aufgabe extrem interessant. Es gehe nicht nur darum, rasch zu einem Antrag und zu Tools zu kommen. Selbst wenn so ein Problem scheitere, könne sich eine andere Welt eröffnen.

Flo Ledermann beschrieb auch noch kurz das Projekt KUNSTWIEN, für das gegenwärtig PartnerInnen gesucht werden, die es übernehmen und den Update der Software bezahlen.
Elise Penzias machte den Vorschlag, die Schnittpunktleute des ECM-Lehrgangs zu fragen, was Helga aufnehmen wird.

Rebecca Schönsee konnte erfreut mitteilen, dass sie eine Fulltime-Assistentinnenstellen am Institut für Germanistik bekommen hat. Gegenwärtig arbeitet sie vor allem an der Konzeption und organisatorischen Vorbereitung einer Tagung „Strahlung“. Und sie ist natürlich in ihrem neuen Job mit vielen bürokratischen Fragen befasst.

Beate Glück ist nach einem Doppelstudium auch eine echte Doppelexistenz – als Juristin in der SVA Rechtsdokumentation und als Künstlerin, wo sie mit Fotocollagen und Performance arbeitet und Fotoaufnahmen in Verkleidung. Ihr Ganesha-Projekt, das sie auch in einer eopictureNight10+5 vorgestellt hat, hat sie nun zum Be-witch-Projekt umbenannt.
Die Galerie Lang vertritt sie.

Auch Sophia Panteliadou präsentierte sich als vielfältige Persönlichkeit an der Schnittstelle Philosophie und Journalismus. Sie organisiert Konferenzen, Kunstausstellungen und die Veranstaltungen der Sektion Ästhetik der Lacan-Schule in der Galerie Charim – Vorträge zum Bild aus unterschiedlicher Betrachtungsweise. Der Bildbegriff steht im Zentrum ihres Interesses – und auch des Vereins „entre“, den sie zusammen mit Daniela Hölzl hat

Malte Fiala macht nach seinen Studien medialer Kunst, transmedialer Kunst und digitaler Kunst gegenwärtig ein Diplomstudium an der Universität für Angewandte Kunst in der Klasse Ruth Schnell. Darüber hinaus arbeitet er im Dokumentarfilmbereich
Mit einem indonesischen Kollegen hat er vor 5 Jahren mit der Planung einer Dokumentarfilmer-Plattform begonnen, die im Februar starten wird.
Auch er hat bei „Radikal Neues“ eingereicht und zwar ein Projekt zu künstlerischer Darstellung Wirtschaftskrise und Rechtradikalismus.

Malte griff die vorher kurz angesprochene Frage des Copyrights bei „Radikal Neues“ auf und sprach sich entschieden für Copyleft auf. Und er schloss gleich an mit einer Kritik an „a-sozialen Netzwerken“ und problematisierte den Begriff Community. Wenn wir gegen die aktuelle Art von Politik antreten, könnten wir nicht mit ähnlichen Strukturen agieren.
Damit trat er eine intensive Debatte los über Cliquen und Seilschaften einerseits und die Möglichkeiten politischer Willensbildung andererseits. Vehement wurde dagegen argumentiert, dass es in einer Demokratie die Formierung von Gruppe bräuchte, die zu politischen Mehrheiten führen sollten, um Änderungen des gegenwärtig völlig unbefriedigenden Systems durchzusetzen. In der Debatte stellte sich heraus, dass Malte „geschlossene Communities“ meinte und deren Abgeschottetheit kritisierte.


Helga nahm die Diskussion zum Anlass, um von ihren Erfahrungen aus früheren Netzwerken zu berichten und wie sie vom Soziologen Peter Atteslander und seiner Erklärung des Homan’sches Gesetzes gelernt habe, dass in jede Gruppe dazu tendiere, sich in einer Art Identitätsstreben mit der Zeit abzuschotten. Das geschehe durch die Intensivierung von Innenkontakten und die Vernachlässigung von Außenkontakten und führe automatisch zur Entstehung von wechselseitigen Feindbildern. Das ließe sich nur durch heterogene Zusammensetzung der Gruppe und Offenheit nach außen vermeiden. Diese Erkenntnisse lägen der Konzeption von eop zu Grunde.

Nach diesem sehr ausführlichen Exkurs erzählte Ortwin Rosner von seiner Arbeit, die sich assoziativ zwischen Literatur und Philosophie bewegt. 2003 hat er eine Videomontage „Adornos Augen“ produziert, die im WUK-Kino aufgeführt wurde und deren Konzept er auch bei einer eopictureNight10+5 vorgestellt hat. Gegenwärtig schreibt er an einem Roman mit wissenschaftskritischem Ansatz zur „Wiederentdeckung der Nacht“, der dabei ist, monomentale Ausmaße zu erreichen. Sich kurz zu fassen nähere sich aus seiner Sicht der Lüge an. Schon seine Diplomarbeit zu E.T.A. Hoffmann habe den üblichen Rahmen gesprengt. Die Diskussion zu Umfang und Format führt zu Wechselbeziehung zwischen Wissenschaft und Kunst, zu Fragen von Materialität und Prozessualität, in die sich wieder Claudia Mongini besonders einbringt.

Katharina Jesberger, die auch Teilnehmerin am nahe bei eop angesiedelten Netzwerk ViennAvant ist, hat sich neu in eop eingeklinkt. Sie hat Kunstgeschichte und Italienistik studiert, interaktives Theater für Kinder in Florenz gemacht und ist nun an der Universität für Angewandte Kunst in der Abteilung Kunstgeschichte Assistentin. Ihr aktuelles Projekt dort ist die ebenfalls interdisziplinär angelegte Vortragsreihe PAIKISCH zum Schaffen und der Rezeption von Nam June Paik. Zusammen mit Stefanie Wuschitz und Claudia Mongini betreibt sie den feministischen Hacker-Space Miss Baltazar mit Reading Groups, Ope Labs und Workshops.

Ihre Einladung zum kommenden Festival Make me Eclectic „for Women + Trans only“ initiierte eine rege Diskussion zur Frage von Gender-Exklusion: Claudia Mongini vertrat gegenüber der Kritik der anwesenden Männer die Bedeutung eines solchen Raums, um eine andere Art von Diskurs zu ermöglichen, um bestimmte Erfahrungen zu machen. In Communities entwickelten sich Gesetzgebungen der Exklusion und Inklusion, die ungesagt blieben und verunmöglichten es oft, dass sich Gefallen an Projekten entwickelten. Helga erläuterte an einem Beispiel, dass auch die dominierende Anwesenheit bestimmter sozialer Schichten blockierende Wirkung habe.

Die Komponistin und Musikerin Pia Palme gab einen Einblick in ihr stark kontextuelles und engagiertes Schaffen. Sie arbeitet in vielen kollaborativen Settings. Ihr umfangreichstes Projekt ist das Festival e-May, das sie vor 5 Jahren mit Gina Mattiello gegründet hat und seither gemeinsam an den verschiedensten prominenten Orten betreibt. Zur vorher angesprochenen Copyright-Frage betonte sie, dass die Situation in der Musik eine völlig andere sei. Nach ihrem Studium der Mathematik und Darstellenden Geometrie betreibt sie gegenwärtig ein Promotionsstudium in England zu Zeitgenössischem Musiktheater „Contemplative & Biotic Aspects of Contemporary Music”. Auch sie hat zum Projekt “Radikal Neues” eingereicht.

Michael Fischer, der Musik, Saxophon und Philosophie studiert hat, schilderte seine Arbeit im Bereich der Experimentellen Akustischen Musik. Es gehe ihm um Sprache und Klang, die Semantik von Klängen, die Frage, was wahrgenommen wird, wenn Sprache und Klang zugleich erscheinen. In einer regelmäßigen Sendereihe auf Radio Orange bringt er Klang und Text zusammen und arbeitet mit Schriftstellern wie Gerhard Jaschke im klanglich textuellen Zwischenfeld. Auch in dem von ihm mit einem speziellen Handzeichensystem geleiteten Vienna Improvisers Orchester arbeitet er zusammen mit Autoren experimenteller Lyrik.
Es braucht große Aufmerksamkeit und Klarheit, wenn 20 Leute auf der Bühne ohne Probe agieren. Das ist für ihn auch ein Projekt zur Untersuchung der Kommunikationswege im Interkulturellen Feld. In welcher Sprache? Welche Wege? Was ist das Neue? Wie reagieren Menschen aufeinander? Michael unterrichtet auch an der FH Mediendesign des Johanneums Graz

Elise Penzias schloss die Runde ab. Sie ist schon sehr viele Jahre in eop und sagte, sie habe viel in diesem Netzwerk gelernt. Elise hat Kunstgeschichte studiert, den ECM-Lehrgang abgeschlossen, hat viele Jahre als Radiojournalistin für oe1 gearbeitet. Jetzt bereitet sie Audioprojekte samt Texten für Museen und Ausstellungen auf.

Elise nahm schließlich den Faden einer Diskussion auf, die kürzlich auf der eop-Mailingliste losgebrochen war. Anlass war eine Kritik von Markus Schallhas am Ökonomen Franz Hörmann, der sich zur Gründung einer Partei in die politische Nähe zu einem antisemitischen Esoteriker namens Klausner begeben hat. Markus hatte bei der Gelegenheit die Frage aufgeworfen, ob Zinskritik struktureller Antisemitismus sei.

Eine kleine Runde diskutierte zu dieser These noch weiter. Flo Ledermann betonte die Bedeutung ökonomischer Analyse. Für Mizzi Schnyder ist Transparenz entscheidend. Moral spiele keine Rolle mehr und da sich Lobbyismus im klandestinen Bereich abspiele, sei sie der Nährboden für Macht-Filz. Eine offene Gruppe wie eop sei ein positiver Impuls.

Montag, 5.Dezember 2011

In der Vorstellrunde erzählte u.a. Claudia Mongini über ihren Lehrauftrag „Technik und Kreative Arbeit“ in der Zobernig-Klasse in Vertretung von Simone Bader. Das Thema ist Medientheorie, die Fragen von Techniken und wie man Tools in die künstlerische Arbeit einbringen kann. Sie sieht Theorie als Brücke dafür, als dritte Komponente und bemerkt mit Freude, wie die Arbeit mit den Studierenden greift
Sinusia Casaluce sprach kurz über ihren Fokus auf posthumane Entwicklung von Identitäten.


Potential und Kommunikation

Wesentliches Thema war eine Reflexion des Open Space und vor allem die in der Open Space-Gruppe Teilen Tauschen, Schenken – Kapital Erkennen, Nützen, Potenzieren angeregte Erweiterung der Mailingliste um den Bereich SHARE, die allgemein begrüßt wurde.

Ludwig Bekic erweiterte die Fragestellung: Wie kann man das Potential potenzieren? Dazu genügt es ja nicht, dass zwei Ressourcen oder Wissen teilen. Wie weiß das Feld, was passiert? Und wie bleibt das Wissen da, wenn jemand geht? Das müsste mit den heutigen Kommunikationsmitteln zu ermöglichen sein. Es gibt Tools dafür, aber angenommen wird keines. Diese Problemstellung ist von zentralem Interesse im Wissensmanagement.

Dazu müssten die KonsumentInnen der Mailingliste auch bereit sein, das Angebotene zu konsumieren, wurde in der Diskussion betont. Sehr große Netzwerke, wo sehr viel ausgetauscht wird, sind ja erfahrungsgemäß viel erfolgreicher als kleine Nischen.
Mizzi Schnyder brachte als Beispiel die Hamburger Echoliste , die gut funktioniert und auf der interessante Diskussionen laufen.
Elise Penzias erzählte von der deutschen Museen-Liste.
Helga Köcher berichtete von der sehr lebendigen Liste für ArchitektInnen und Architekturinteressierte ig-architektur-l@mailman.sil.at, die übrigens auch, wie die eop-Liste, von eSeL gehostet wird, und auf der 1800 Leute stehen.

Wie stärkt man das Feld? Ludwig Bekic: In dem man die Beziehungen stärkt. Helga Köcher meinte, dafür sei auch Klarheit darüber notwendig, was die involvierten Leute wirklich wollen. Die Passivität sei eine Grundstimmung. Anneliese Rohrer habe kürzlich von Österreich als einem “Zuschauerland” gesprochen.
Auch Zuschauen sei wichtig, bemerkte Ilse Chlan.
Mizzi Schnyder betonte, in Sozialen Netzwerken passiere schon sehr viel. Sie glaube an die digitale Kultur. Das Web tendiere von „one to many“ hin zu „many to many“
Isabella brachte den Vorschlag eines Komponentenpools ein.
Helga Köcher wird überlegen, wie man einen solchen auf der Homepage mit dem schon bestehenden und gegenwärtig ruhenden Kompetenzenpool zusammenführen und aktivieren kann.

Ludwig Bekic sprach sich dafür aus, zunächst SHARE eine Zeit lang auf der Mailingliste laufen zu lassen um Erfahrungen und Bedarfe zu sammeln und erst danach nach einem passenden Tools zu suchen.

Sinusia Casaluce Geiger schlug eine eop-FB Gruppe vor, damit mehr Interaktion passiert. Von anderen Anwesenden gab es Einwände dagegen. Eine solche Facebookgruppe sei auch von Claudia Henzler beim Open Space vorgeschlagen worden, berichtete Helga Köcher. Gegenwärtig gibt es nur eine eop-Seite, die das Schaufenster von eop sei mit der Verlinkung der Newsflashes. Allerdings werde diese eher von Interessierten und SympathisantInnen besucht, geliked, kommentiert und weniger von den eop-TeilnehmerInnen selber. Auch hat es im Vorjahr schon einmal den Versuch zweier spezifischen geschlossener Arbeitsgruppen auf eop gegeben – zu Interdisziplinarität und zu Politisierung – aber es seien keine Diskussionen in Gang gekommen.
Ruth Ranacher ventilierte die Akzeptanz eines Forums.
Mizzi Schnyder fand, technisch gehe das alles genauso auf der Mailingliste. Das habe den Vorteil, dass jeder zumindest informiert ist.

Sinusia Casaluce berichtete vom Modell der Hacker-Meetings und vom jährlichen Festival SHARE in Turin .
Es wurde gebrainstormt in Richtung Eop-Camper _ Technologie, Bildung, Erziehung, Interdisziplinär, „Kapital vs. Potential: Potentialismus statt Kapitalismus“, Kochen mit Politischer Verbindung, Piraten-Partei etc.
Transparenz sei wichtig
Mizzi Schnyder brachte das Beispiel Gängeviertel in Hamburg , das abgerissen werden sollte. Aus einer Besetzungsaktion jedoch, die durch eine Ausstellung von 250 KünstlerInnen eingeleitet wurde, entstand eine Bürgerinitiative und das Viertel wird nun ein Kulturzentrum.
Wien ist dagegen leider stark bürokratisch und paternalistisch, findet die Runde.
Helga Köcher erzählte von der bevorstehenden Perspektivendebatte in der Planungswerkstatt „An der Stadt partizipieren. Chancen und Risken“. Dieser Titel wurde allgemein unmöglich gefunden. „An etwas partizipieren“ hat eine andere Bedeutung als der politische Begriff „Partizipation“
Ein lebendiges Gegenbeispiel sei das Camp Palomar 5
in Berlin gewesen, mit dessen Akteuren sich Helga Köcher einige Zeit ausgetauscht hat und die sie wieder kontaktieren wird.
Konsens darüber entstand, Best Practice Beispiele zu sammeln.
Mizzi machte den Vorschlag, eine Arbeitsgruppe bilden.
Ludwig Bekic will die Infrastrukturgruppe EOPAGIS neu beleben. Sie ist im ersten Anlauf gescheitert, weil die Gruppe mit dem Tool beginnen wollte. Es braucht einen Neustart mit den Potentialen und den Bedürfnissen der Leute.

Webmaster Ludwig Bekic plant die Einrichtung eines Blogs auf der eop-Homepage, was von der Runde sehr positiv aufgenommen wurde.


eop-Call „Radikal Neues“

Es gab eher wenige Einreichungen von KünstlerInnen für diesen Call. Akelei Sell meinte, die Formulierung „Radikal Neues“ habe vielleicht manche KünstlerInnen eingeschüchtert.

Mizzi Schnyder und Flo Ledermann planen eine Kooperation in diesem Call zum Thema: Was bildet eine Karte ab? Politisch? Sie könnte eine soziale Realität abbilden. Es geht um Fragen nach dem Realitätsgehalt!

Ilse Chlan stellte die Frage, ob man radikal Neues überhaupt erkennen könne. Kürzlich hat sie einen Vortrag von Franz Embacher (der im eop-Projekt WISSEN SCHAFFT FRAGEN Partner war) zum Zufall gehört. Entdeckungen seien fast immer Zufall. Damit sind sie ein Modell für das Leben überhaupt, fand die Gesprächsrunde.
Mizzi Schnyder erwähnte den Essay Über das Neue. Versuch einer Kulturökonomie von Boris Groys

Blacklist Chuzpe-Ausschreibungen

Soll die Blacklist Chuzpe auch auf problematische Ausstellungsangebote ausdehnt werden? Die Galerie R2, von deren Chuzpe-Angebot Mizzi Schnyder auf der Mailingliste berichtet hat, ist kein Einzelfall. Es gibt eine Fülle von „Galerien“ und „Ausstellungsräumen“, wo eine Schar von malenden und bildhauernden ZeitgenossInnen ausstellen und wo „Theorie nicht einmal vorbeigeschwommen ist“. Finanziell ist diese „Flachware“ – wie sie im Kunstbetriebjargon heißt – häufig sogar erfolgreicher. Die Frage sei, wie man sich positionieren wolle.

Mizzi Schnyder meinte, Selbstreferenzialität liege im Trend.
Helga Köcher konstatierte, dass KünstlerInnen, die ihr Image nicht beschädigen wollen, nur in professionellen Galerien oder Offspaces ausstellen können oder sich an Projekten beteiligen, die an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft angesiedelt sind.

Ortwin Rosner stellte die Frage, ob die Postmoderne und vor allem die Cultural Studies mit ihrer Adelung des Populären der Kunst nicht einen Bärendienst erwiesen hätten, weil damit Kriterien und Parameter verloren gegangen seien. Dieser Vermutung stimmte Helga Köcher zu und meinte, dass diese problematische Entwicklung mit der Total-Ökonomisierung Hand in Hand gegangen sei und deshalb besonders in der Wirtschaft kein Gefühl für Qualität vorhanden sei. Sie erinnerte daran, dass Christian Zillner schon vor vielen Jahren bei einem eop-Treffen als ein eop-Projekt Einschulung / Coaching von in Firmen für Kunstsponsoring Verantwortlichen aus dem Mittelmanagement vorgeschlagen habe, weil diesen seiner Erfahrung nach jegliche Qualitätsmaßstäbe fehlten.

Individuum – Markt – Gesellschaft

Mizzi Schnyder stellte ebenfalls einen Trend zur Banalisierung fest und stieß mit ihre Feststellung, der Markt könne Qualität nicht regeln, eine intensive Debatte an. Fazit: Der Markt ist ohnehin nicht frei, es gibt die verschiedensten, mehr-minder eingegrenzten und manipulierten Märkte, vor allem auch im Kunstbetrieb. Immer gehe es um Macht.
Und wenn du’s nicht schaffst, bist du selber schuld, sei das manipulative neoliberale Postulat.

Helga Köcher sieht als wesentliche Fragen eines politischen Menschen:
„Was will ich als Mensch mit meinem Leben? Und was will / was braucht die Gesellschaft, in der ich lebe?“
Diskussion zu Authentizität: Meinungen, sie sei schwer lebbar, weil der soziale Druck so groß sei. Gegenargumente: Man müsse sich diesem Druck keineswegs beugen. Er führe letzten Endes auch nicht zu Erfolg.

Mizzi Schnyder konstatierte: Die gesellschaftliche / historische Entwicklung geht in Wellen. Es gibt Revolutionen, aber die Struktur fehlt in /nach einer revolutionären Situation.
Rebecca Schönsee: Es fehlt die Theoretisierung.
Mizzi Schnyder: Und es fehlt die bürgerliche Öffentlichkeit. Die Medien sind Dienstleister von Cliquen der Mächtigen.
Helga Köcher merkte dazu an: Das Bildungsbürgertum wurde abmontiert. Jetzt haben wir keine Bildung, keine Bürger – ist es jetzt besser?

Weitere Themen waren Lobbyismus und mediale Transportation von Klischees.

Freitag, 4. November 2011

Open Space

Erstes Thema war der bevorstehende Open Space zum Thema „Kultur und ökonomische Perspektive. Wie wir unser Kapital nützen können“, Sonntag, den 27. November, 13:00 im Künstlerhaus im Rahmen der METAmART-Ausstellung. Helga Köcher verteilte die Einladungsflyer und bat um Bewerbung dieses Events.

eop-Call Radikal Neues

Nach einer Vorstellrunde wurde der neue eop-Call intensiv diskutiert. Helga Köcher schilderte die Details des Projektsettings. Sie sind auf der eop-Homepage unter dem Projekt in Entwicklung Radikal Neues nachzulesen. Christiane Spatt erzählte vom Projekt Wissenschaft Fragen. Die beteiligten WissenschaftlerInnen habe sie offener als die beteiligten Künstlerinnen erlebt.


Zur Frage der Definition „WissenschaftlerIn“ sagte Helga Köcher, dass für die Teilnahme an diesem Projekt forschend tätige WissenschaftlerInnen gesucht würden aus denjenigen Disziplinen, die für die jeweilige eingereichte Fragestellung zielführend seien. Der begleitende Support der an den Projekten arbeitenden Paare sei ähnlich der stufenweisen Projektunterstützung des FFG für EU-Projekte gedacht. Petra Nickel untermauerte das mit dem Beispiel der Drehbuchentwicklung, die in institutionellen Lehrgängen vom eingereichten Exposée bis zum professionellen Drehbuch mit dramaturgischer Begleitung unterstützt würde. Beratung zu optimieren sei eine wichtige Sache.

Juja Starsky regte an, das eop-Team solle für diese geplante aufwändige Organisation und coachende Begleitung um Projektentwicklungsförderung ansuchen.

Romana Hagyo hob den Unterschied zwischen Kulturwissenschaft und künstlerischer Forschung hervor. Helga Köcher präzisierte, bei dem aktuellen Call gehe es nicht um “künstlerische Forschung”, sondern um die Kooperation von zwei Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, aus Kunst wie aus Wissenschaft, die versuchen, an einer gemeinsamen Frage konkret zu arbeiten. Ortwin Rosner erwähnte die lange Geschichte des Kampfes zwischen Kunst und Wissenschaft um das Recht die „Wahrheit“ zu sagen und sie in seinem Medium auch zu interpretieren, sowie die Kritik an beiden. Romana Hagyo betonte, sowohl Wissenschaft wie auch Kunst hinterfragten inzwischen ihren Wahrheitsanspruch. Wenn man Wahrheit sage, sei das immer eine unter bestimmten Bedingungen. Helga Köcher stimmte dem zu. Bei dem neuen Projekt gehe es jedoch nicht um Wahrheit, sondern um experimentelle Kooperation auf der gleichen Ebene.


Gerhard Wagner und Petra Nickel boten praktische Beispiele von Problemlösung. Kann Kunst Probleme lösen? Agnes Peschta sah dies als Frage der Bildung: Wenn Kunst wirklich gelehrt würde, würden Leute Kunst doch als Problemlösung nutzen. Das gehe aber in unserem Schulsystem nicht. Helga Köcher betonte, dass eine Fragestellung, wie sie für diesen Call gesucht würde, nicht notwendigerweise ein – immer kontextabhängiges – Problem sei.

Blacklist und Interessensvertretung PraktikantInnen

Die Blacklist wurde allgemein positiv bewertet und wichtig zur Änderung des Selbstverständnisses gesehen.

Juja Starsky kritisierte die Vorgangsweise von Eventveranstaltungen, nur die Technik zu bezahlen, von den KünstlerInnen jedoch zu erwarten, dass sie gratis arbeiten.

Petra Nickel berichtete von der Initiative der IGFT IG Freie Theaterarbeit, die eine Liste mit Mindestgagen für den freien darstellenden Bereich veröffentlicht habe. Hier der Link dazu

Agnes Peschta erzählte, dass lt. Bundesministerin Schmied auch eine Studie über Situation von Kulturarbeiterinnen kommen solle, entsprechend der zur sozialen Situation von KünstlerInnen. Die Frage sei, ob auch Maßnahmen zur Änderung getroffen würden. Die aktuelle Medienkritik der mangelnden Kulturpolitik wurde besprochen, Berichte zur Situation des von der Schließung bedrohten Amerlinghauses und des besetzten (in der Zwischenzeit bereits geräumten) epizentrums sowie zu Leerständen /Zwischennutzung. Agnes Peschta hob hervor, dass die Einrichtung einer Leerstandsagentur Beschluss des Wiener Regierungsabkommen Rot-Grün sei, aber keine Aktivität in dieser Richtung sichtbar sei.

Solidarische Ökonomie

Es entwickelte sich eine Diskussion zum Begriff Solidarische Ökonomie. Es gehe einerseits um Bezahlung von Arbeit. Wenn aber unbezahlte Arbeit geleistet würde, dann bekomme diese – obwohl sie nicht die materielle Wertschätzung von Geld erfährt, – zusätzlich noch weniger Anerkennung und ideelle Wertschätzung als die bezahlte. Das Prinzip „Was nichts kostet, ist nichts wert“ sei auch in den Köpfen derer, die eine andere, nicht nur materiell orientierte Gesellschaft wollen, stark fixiert, stellte Helga Köcher fest und ortete diesbezüglich eine allgemeine widersprüchliche Einstellung. „Wenn wir eine nicht durchökonomisierte Gesellschaft wollen, stellt sich die Frage: Wie schaffe ich die Hebelwirkung für die Schätzung anderer Werte?“

Die Bezeichnung „Solidarische Ökonomie“ wurde als eher unattraktiver beurteilt. Noch weniger ansprechend fand die Runde die Begriffe „Freiwilligenarbeit“ und „Ehrenamt“. „Zukunftsarbeit“ wurde stattdessen vorgeschlagen. Wichtig sei es, diese Arbeit öffentlich sichtbar zu machen

Petra Nickel erzählte in dem Zusammenhang vom Buch Gleichheit ist Glück der beiden englischen Mediziner Richard Wilkinson und Kate Pickett. Es sei der Gap zwischen hohem und niedrigem Einkommen, der unglücklich und auch krank mache.

Der eop-Jour fixe verlief in sehr inspirierter Stimmung.

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Montag, 3. Oktober 2011

Der eop-Jour fixe am 3. Oktober war sehr produktiv.

Zunächst berieten wir über zwei „ruhende Projekte“:

● das 2008 geplante Projekt Symbolisches Kapital im Netz, das als wachsendes Archiv der ursprünglich jährlich mit dem MUSA geplanten Veranstaltungsreihe (und vom MUSA aus Kapazitätsgründen nicht mehr gewünschten) ViennArt-Reihe und einer damit verbundenen Untersuchung über die Dynamik von symbolischem Kapital im Netz konzipiert war.
● und die digitale Plattform KUNSTWIEN, die 2009, finanziert durch Netznetz, Flo Ledermann als erstes Modul des geplanten Projekts „Symbolisches Kapital im Netz“ realisiert hat.
Die einhellige Meinung war, dass es sich hier um Projekte handelt, an denen weiter gearbeitet werden sollte und dass dafür entsprechende PartnerInnen gesucht werden könnten. Die Vorschläge waren:

KUNSTWIEN

● Mit Lehrveranstaltung verbinden, die die Funktion des Ausstellung Kuratierens im Modell nutzen kann, z.B.
– Universität für Angewandte Kunst
– Gerlinde Thuma, Kunstschule Wien
● Themencall für KUNSTWIEN
● METAmART digital begleiten

Symbolisches Kapital im Netz

● Kontakt mit Kunstsoziologen aufnehmen (Jens Kastner/Akademie der Bildenden Künste, Monica Titton/Institut für Soziologie der Univ. Wien) und Ideen eines gemeinsamen Projekts entwickeln.
● Verbinden mit eop-Relaunch-Prozess in Richtung politischer aktiv zu werden (z.B. Blacklist)

Projekte Kunst – Wissenschaft

Helga berichtete von einem Gespräch mit der Leiterin der Abteilung für Interdisziplinäre Projekte im BMUKK, die bedauerte, dass nicht mehr interessante spartenübergreifende Projekte eingereicht würden.

In einer regen Diskussion wurden die Gründe dafür überlegt:
Sehr verbreitet sei die Angst vor Ideenklau, und deshalb arbeiten so viele allein und scheuen sich, ihre Ideen zu äußern, bevor sie realisiert sind. Dadurch kämen aber eben auch nur eher kleine Projekte zustande.
Helga vertrat die Meinung, dass gerade ein Öffentlichmachen davor schützt. NaturwissenschaftlerInnen hätten dieses Problem noch viel mehr, wo es um echte Entwicklungen und Erfindungen gehe. Sie haben Systeme von Kooperation und Öffentlichkeit (Konferenzen) entwickelt, die gewissen Schutz darstellen.

Fragen der Spartenkompetenz werden diskutiert. Nicht jede/r könne alles. Gertrude präzisierte: Wissenschaftler suchen Lösungen, Kunst stellt Fragen, schärft die Wahrnehmung.

Die Anwesenden waren sich einige, dass konkrete Projekte wichtig seien.
Helga stellte die Idee zur Diskussion, die Fortsetzung von WISSEN SCHAFFT FRAGEN aufzunehmen mit den damals als nächste Stufe geplanten Paararbeiten jeweils ein/e Künstler/in – ein/e Wissenschaftler/in.

Christiane Spatt zeigte sich geneigt, wieder organisatorisch ein solches Projekt zu betreuen.

Zu diesem Zeitpunkt mussten einige Leute gehen, andere kamen.
Dieser fliegende Wechsel wurde zum Anlass genommen, das frühere Ritual der Vorstellrunde wieder aufzunehmen, was sich als sehr anregend und kommunikativ erwies.

Als wir den Abend schon beschließen wollten, kamen noch Ruth Ranacher und Ortwin Rosner von ihren jeweiligen Abendverpflichtungen.

Eine kleine Gruppe zog sich also noch in die warme Gaststube zurück. Nach einer Fortsetzung der Vorstellrunde der Neuankömmlinge wurden Überlegungen über die Perspektiven des Projekts “Wienwoche” angestellt und die aus der Sicht der Gesprächsrunde nachteilige Entwicklung von Soho in Ottakring erörtert.

Daraus entstand eine intensive Diskussion zum KünstlerInnenbegriff und Werte wie Haltung, Wissen, Engagement und Entscheidung. Zu ihrer Überraschung stellte die Runde Übereinstimmung bezüglich einer starken Verbindung zwischen Kunst und KünstlerIn fest entgegen der bis vor kurzem so stark in Mode gewesenen postmodernen Philosophien. Über deren Rolle beim Überhandnehmen des Neoliberalismus wurde gesprochen und schließlich war die politische Lage allgemein ein Thema.

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Freitag, 2. September 2011





Vor diesem eop-Jour fixe liefen auf der eop-Mailingliste zwei rege Diskussionen:
– Die eine zum Call von eSeL für METAmART
– Die andere zu „Chuzpe-Ausschreibungen“.

Beide Themen wurden beim Jour fixe diskutiert, das Gespräch zu METAmART blieb allerdings kursorisch, weil die Anwesenden das Konzept noch nicht genau gelesen hatten.
Unklarheit herrschte darüber, wie sich METAmART und die Ausstellung „Kunst und Kapital“ zueinander verhalten werden.

Allgemein wurden die Khaus-150-Jahre-Ausstellungen diskutiert und der seinerzeitige Vorschlag eines von Erich Kolenaty begleiteten Open Spaces, der in der Ausstellung „Beziehungsarbeit“ keinen Platz fand. Die Möglichkeit dieses Open Spaces innerhalb der Ausstellung „Kunst und Kapital“, die eSeL gestalten wird, wurde sehr positiv gesehen.

Große Zustimmung fand auch der Vorschlag einer Blacklist, den Romana Hagyo aus der vorangegangenen online-Diskussion entwickelt hatte.
Diese Blacklist ist inzwischen eingerichtet Zur Blacklist

Weitere Diskussionsthemen waren „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse“ und die SVA. Insgesamt wächst die Stimmung dafür, Eop politischer aufzustellen.

Es gab auch den Wunsch, die in der eop-Anfangszeit bei Essl übliche Vorstellrunde wieder einzuführen.

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Freitag, 8. Juli 2011




Ausgangsbasis:

Helga möchte eop „politischer aufstellen“ – einerseits weil es die gesellschaftliche und politische Situation erfordert, andererseits weil eop, das von ihr als Community-Modell gedacht war, allmählich zu einem reinen Promotionservice verkommt.
Wie kann der Sinn für das Gemeinschaftliche wieder geweckt werden und damit das große Potential dieses heterogenen Netzwerks genutzt?

Statements der Anwesenden:

Es geht um eine Bestandsaufnahme der Positionen der Leute auf einer inhaltlichen Ebene
– Was will ich auf meinem persönlichen Lebensweg?
– Was treibt mich inhaltlich an?
– Wo sind Gemeinsamkeiten?
– Geht das noch zusammen?
– Wie geh ich damit um, wenn’s nicht zusammengeht?

Eigenstandpunkt muss klar sein.

Die Vorstellungsrunde mit tagesaktuellen Fragen in den Anfängen von eop bei Essl war wichtig. Sie wurde im Nachhinein als wertvoll empfunden und ihr Verlust betrauert, obwohl dieses Setting damals von einigen als mühsam empfunden wurde

Mich interessiert die soziale Situation von Menschen in der Gesellschaft und ich möchte, dass sie sichtbar wird.

Das gestörte Verhältnis von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen zu Öffentlichkeit be-/verhindert nicht nur ihren Erfolg, sondern überlässt auch das Feld destruktiven Kräften.

Der Diskurs fehlt.
Bewusstmachen der allgemeinen Instrumentalisierung und der systemischen Lüge

Fragen: Was ist politisch? Was ist öffentlich?
Einen Raum zu eröffnen, wo das das Thema ist, finde ich eine gute Sache

Wie gelangen wir innerhalb eines (offenen) Netzes zu Bewertung und Bedeutung?
Wie muss ein Socialweb gebaut sein, damit es diesen Namen verdient?

Ein Kunstwerk ist ein Code
Wenn Kulturpolitik verhindert, dass diese Codes verstanden werden, …….
Wenn niemand mehr lesen kann…

Heterogenität ist wertvoll und wichtig.
Die heutige „Avantgarde“ geht mit dem Zeitgeist konform.
Wir haben viel zu lange zugeschaut

Wieso ist es eine Neustrukturierung von eop, nicht nur die Kunst zu entwickeln, sondern ebenso das Umfeld?? Das ist doch das alte eop. Oder wurde das in der Zwischenzeit anders gesehen, nur als Vermarktungswerkzeug für die persönliche Karriere?

Probleme:

Zeit und Kraft fehlen, Strategien zu entwickeln, wie man dieses System durchbricht.
Wir alle sind in den Überlebenskampf verstrickt.
Es gibt genügend Menschen, denen geht es genauso.
Es ist eine Generation, die vor dem Nichts steht.

Die Geld haben, die wollen nicht mehr denken, und die denken, die haben kein Geld.
Wie kann man verbindlich miteinander arbeiten?
Entwickelt hat sich eine Individualistengesellschaft.
Es fehlt an allem, vor allem auch emotional

Anwesende berichten von Erpressungen und Sanktionen gemeinschaftliche Ansätze zur Selbstermächtigung oder wenn es Aufschrei gegen Ungerechtigkeit gab.

Angst vor dem „einkassiert werden“. Der Wert ist weg, wenn das System die Aktion vereinnahmt. Sie wird auf eine Ebene verschoben, wo sie nicht mehr wahrgenommen wird. Beispiele: Beschwerdechor, Graffitikurse

Die Öffentlichkeit ist bedroht
Die Medien haben sich verändert.
Der Wirtschaftsdiskurs beherrscht alles
Das System wirbt mit seiner eigenen verdeckten Strategie

Die freie Marktwirtschaft hat auch den extremen Individualismus mit sich gebracht.
Jetzt stehen wir allein da. Und allein können wir nichts tun
Wir haben stets die Karotte vor der Nase. Und wir beißen nie mehr in die Karotte.

Was tun?

1) Bewusst machen
2) Schritte in die Praxis.
Wir wollen ja nicht alle nur Opfer sein.

Kommunikationsmodelle entwickeln
Neue Bescheidenheit

Eop Leaks

Eine Idee freigeben wäre für mich spannend. Vergleich mit Open Source

Eine Idee steht da, und viele andere sehen sie an. Gedankenschauspiel an Hauswand. Bewusstmachung von Gedanken, die jeder im Kopf hat. Plakatieren. Beispiel Helmut Seethaler, Situationisten

Statements zur gesellschaftlichen Realität
In den Anfängen von eop gab es die Idee einer regelmäßigen „eops-Botschaft“ an ein Medium / Medien.

Wanderungen an Plätzen, wo man Interventionen setzt.
Das Prozesshafte fände ich interessant, interessanter als eine Ausstellung.

Die Wertfrage ist wichtig. Begriffe diskutieren

Das Verbindende von Aktionen nützen.
Update: Schauen, wer sich mit eop noch auseinandersetzt, und ein gemeinsames Werk planen.

Das Modell eop: Ein Dach, ein Feld für vieles.
Was hat diese Entwicklung bisher verhindert?
Das Vertrauen fehlt, Angst vor Kontext.

Der Staat sind wir.
Selbstverantwortung, Verantwortlichkeit für das, was passiert.

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Montag, 6. Juni 2011









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Freitag, 6. Mai 2011









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Freitag, 4. März 2011